# Kartoffelgratin – klassisch, cremig und goldbraun

> Dieses Kartoffelgratin funktioniert mit dünn gehobelten, vorwiegend festkochenden Kartoffeln, deren Stärke direkt in der Form bleibt und die Sahnesoße bindet. Kein Fleisch nötig, kein großes Theater – dafür cremige Kartoffelschichten, Knoblauch, Muskat und eine goldbraune Käsekruste.

## Zutaten

- 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
- 200 ml Milch
- 300 ml Sahne
- 1 Knoblauchzehe
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer
- 1/2 TL Muskat
- 150 g geriebener Käse, z. B. Gouda oder Parmesan
- 40 g Butter

## Zubereitung

1. Den Backofen auf 180 °C Umluft oder 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
2. Die Kartoffeln schälen und mit einem Hobel oder einem scharfen Messer in etwa 2–3 mm dünne, möglichst gleichmäßige Scheiben schneiden. Die Kartoffelscheiben danach nicht abwaschen – die Stärke brauchen wir noch.
3. Eine Auflaufform mit ungefähr 26 × 20 cm oder eine runde Form mit etwa 24 cm Durchmesser mit etwas von der Butter einfetten.
4. Die Kartoffelscheiben leicht überlappend in die Form schichten. In einer rechteckigen Form am besten Reihe für Reihe, in einer runden Form von außen nach innen.
5. Milch, Sahne, Salz, Pfeffer und Muskat miteinander verrühren. Die Knoblauchzehe dazupressen und alles gleichmäßig über die Kartoffeln gießen.
6. Die restliche Butter in kleinen Flöckchen auf dem Gratin verteilen und anschließend den geriebenen Käse gleichmäßig darübergeben.
7. Das Kartoffelgratin auf der mittleren Schiene ungefähr 60 Minuten offen backen, bis die Kartoffeln weich sind und die Oberfläche goldbraun ist. Wird der Käse gegen Ende zu dunkel, die Form erst dann locker mit Alufolie abdecken.
8. Das fertige Kartoffelgratin aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden etwa 5–10 Minuten stehen lassen. Dann kann sich die Sauce noch etwas setzen – und läuft nicht direkt als Sahnesuppe über den Teller.

## Das geht besser

- Die Kartoffelscheiben nach dem Schneiden nicht abwaschen. Die Stärke an der Oberfläche hilft dabei, die Milch-Sahne-Mischung während des Backens zu binden.
- Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind hier ein guter Mittelweg: Sie werden weich und cremig, behalten aber noch genug Struktur, damit aus dem Gratin kein Kartoffelbrei wird.
- Die Kartoffeln möglichst gleichmäßig auf 2–3 mm hobeln. Unterschiedlich dicke Scheiben werden auch unterschiedlich schnell gar – und genau das braucht bei einem Gratin wirklich niemand.
- Das Gratin zunächst offen backen. Wenn der Käse zu dunkel wird, erst gegen Ende locker abdecken. Nach dem Backen noch 5–10 Minuten stehen lassen, damit sich die Sauce besser an die Kartoffeln legt.

## Häufige Fragen

### Welche Kartoffeln eignen sich am besten für Kartoffelgratin?

Vorwiegend festkochende Kartoffeln funktionieren besonders gut. Sie werden beim Backen weich, behalten aber noch ihre Form und geben gleichzeitig genug Stärke ab, damit die Sauce cremiger wird.

### Warum wird mein Kartoffelgratin zu flüssig?

Das kann mehrere Gründe haben: Die Kartoffelscheiben wurden abgespült, die Form war lange abgedeckt, die Kartoffeln haben wenig Stärke abgegeben oder das Gratin braucht einfach noch etwas Zeit. Möglichst dünn schneiden, die Stärke an den Kartoffeln lassen, offen backen und das Gratin nach dem Ofen einige Minuten ruhen lassen.

### Muss man Kartoffeln für Kartoffelgratin vorkochen?

Nein. Bei 2–3 mm dünnen Kartoffelscheiben können die Kartoffeln direkt roh in die Auflaufform. Nach ungefähr 60 Minuten im Ofen sollten sie weich sein.

### Welcher Käse passt am besten zu Kartoffelgratin?

Gouda sorgt für eine milde, schön schmelzende Käsekruste. Parmesan wird kräftiger und würziger. Eine Mischung aus beiden funktioniert ebenfalls hervorragend.

## Video

[Auf YouTube ansehen](https://www.youtube.com/watch?v=kPEOHaXlZ84)

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