# Sugo - die Mama aller italienischen Tomatensaucen

> Dieses Sugo braucht nur wenige Zutaten und Zeit: Kräftig angeröstetes Gemüse und zwei Stunden Reduktion machen die Tomatensauce dick, rund und richtig aromatisch. Die Arbeit ist schnell erledigt – danach muss der Topf nur länger durchhalten als du.

## Zutaten

- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 rote Chilischote
- 1 Karotte
- 3 EL Olivenöl zum Anbraten
- 800 g Strauchtomaten
- 100 ml Rotwein
- 2 EL Balsamico
- 1 TL Tomatenmark
- 1 TL Zucker
- 1 großer Zweig Basilikum
- 1 TL Salz, plus etwas mehr zum Abschmecken

## Zubereitung

1. Zwiebel, Knoblauch, Chilischote und Karotte sehr fein hacken. Die Tomaten waschen und würfeln; häuten musst du sie nicht.
2. Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Chili und Karotte darin unter regelmäßigem Rühren kräftig anbraten, bis das Gemüse leicht gebräunt ist und ordentlich Röstaromen entwickelt hat.
3. Die gewürfelten Tomaten in den Topf geben und kurz mit dem angerösteten Gemüse vermischen.
4. Rotwein, Balsamico, Tomatenmark, Zucker und Salz einrühren. Den Basilikumzweig im Ganzen hineinlegen, damit er Geschmack abgibt und später ohne Suchaktion wieder herausgenommen werden kann.
5. Das Sugo offen bei niedriger bis mittlerer Hitze mindestens 1,5 Stunden, besser 2 Stunden, sanft einköcheln lassen. Zwischendurch umrühren, besonders sobald die Sauce deutlich dicker wird.
6. Den Basilikumzweig entfernen und das Sugo mit Salz abschmecken. Pfeffer braucht diese Sauce nicht – die Tomaten dürfen hier selbst den Ton angeben.

## Das geht besser

- Die Tomaten müssen nicht gehäutet werden. Die Schale kocht weich, und du sparst dir Arbeit, Saftverlust und eine Küchenschlacht, die wirklich niemand bestellt hat.
- Lass das Sugo möglichst volle 2 Stunden offen einkochen. Dadurch verdampft Wasser, die Sauce wird dicker und der Tomatengeschmack deutlich intensiver.
- Olivenöl eignet sich zum Anbraten. Erhitze es kräftig, aber nicht so weit, dass es raucht, und rühre Knoblauch und Gemüse regelmäßig um.
- Wegen der langen Kochzeit lohnt sich direkt das 3- oder 4-fache Rezept. Den fertigen Sugo portionsweise einkochen oder einfrieren – dann wartet beim nächsten Pastanotfall schon die Lösung.
- Der Sugo passt nicht nur zu Spaghetti, sondern auch auf Pizza, in Lasagne, zu Gnocchi oder als Grundlage für eine schnelle Bolognese ohne Fleisch.

## Häufige Fragen

### Wie lange muss ein Sugo kochen?

Mindestens 1,5 Stunden, besser etwa 2 Stunden. Erst durch das langsame Einkochen verliert die Sauce überschüssiges Wasser und wird dick, rund und intensiv tomatig.

### Muss ich frische Tomaten für Sugo häuten?

Nein. Bei der langen Kochzeit wird die Haut weich und fällt in der fertigen Sauce kaum auf. Wer eine vollständig glatte Sauce möchte, kann den Sugo am Ende kurz pürieren.

### Kann ich Sugo einfrieren oder einkochen?

Ja. Vollständig abgekühlt und luftdicht verpackt lässt sich der Sugo portionsweise einfrieren. Für längere Vorratshaltung kann er außerdem fachgerecht in saubere, geeignete Gläser eingekocht werden.

### Wofür kann ich Tomatensugo verwenden?

Als Sauce für Pasta und Gnocchi, als Grundlage für Lasagne oder Bolognese, als Pizzasauce und für Aufläufe. Deshalb lohnt es sich, gleich mehr davon zu kochen.

## Video

[Auf YouTube ansehen](https://www.youtube.com/watch?v=SL1ok6dD26I)

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